Multifunktioneller kosmetischer Inhaltsstoff gemäß COSMOS-Standard
Physischer Sonnenfilter, KEINE Nanopartikel, ECOCERT-konform
Mineralischer UV-Filter für kosmetische Formulierungen
Diese Dispersion aus Zinkoxid und Titandioxid ist für die Herstellung von Sonnenschutzemulsionen bestimmt. Die mineralischen Filter sind in Capryl-/Caprinsäuretriglyceriden dispergiert. Dieser hautpflegende Inhaltsstoff erleichtert die Einarbeitung in die Ölphase.
OHNE NANOPARTIKEL. Von ECOCERT zugelassen. OHNE SYNTHETISCHE INHALTSSTOFFE UND OHNE BESTRAHLTE MATERIALIEN.
Die Mischung enthält außerdem Cetearylalkohol und Cetearylglucosid, die zur Konsistenz und Emulgierung beitragen. Da die Filter bereits dispergiert sind, lassen sie sich leichter verarbeiten als einzeln zugegebene Pulver.
Das Produkt enthält keine Bestandteile tierischen Ursprungs und kann daher in veganen Formulierungen eingesetzt werden.
Wichtig: Es handelt sich um einen Rohstoff zur Herstellung kosmetischer Produkte. Die Schutzwirkung des fertigen Sonnenschutzmittels muss durch geeignete Prüfungen nachgewiesen werden.
Was ist ein mineralischer UV-Filter?
Zu den mineralischen UV-Filtern, auch anorganische UV-Filter genannt, gehören Zinkoxid und Titandioxid. Sie werden in Formulierungen eingesetzt, die die Menge der auf die Haut treffenden UV-Strahlung verringern sollen.
Du findest diese Inhaltsstoffe auch einzeln in unserem Onlineshop: Zinkoxid und Titandioxid. Beide Produkte haben eigene Eigenschaften und Anwendungshinweise und können diese Dispersion nicht ohne Anpassung der Formulierung ersetzen.
Wusstest du, dass mineralische UV-Filter auch UV-Strahlung absorbieren?
Ihre Wirkung beschränkt sich nicht darauf, Licht wie ein Spiegel zu reflektieren. Zinkoxid und Titandioxid absorbieren UV-Strahlung und können außerdem einen Teil des Lichts reflektieren und streuen. Eine Studie zu ihrem Wirkmechanismus identifizierte die Absorption als wichtigsten Schutzmechanismus der untersuchten Materialien.
Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten
- Kombination zweier mineralischer UV-Filter: vereint Zinkoxid und Titandioxid in einer Dispersion.
- Einarbeitung in die Ölphase: geeignet für die Entwicklung von Sonnencremes und Sonnenmilch auf Emulsionsbasis.
- Bereits dispergierte Filter: erleichtern die Verarbeitung, da die beiden Pulver nicht einzeln dispergiert werden müssen.
Textur, Hautgefühl, Stabilität und Wasserfestigkeit hängen von der gesamten Formulierung ab und müssen am fertigen Produkt geprüft werden. Beachte die Hinweise zum sicheren Umgang im Sicherheitsdatenblatt.
INCI: Caprylic/Capric Triglyceride (and) Titanium Dioxide (and) Zinc Oxide (and) Cetearyl Alcohol (and) Cetearyl Glucoside (and) Aluminium Stearate.
Verarbeitung
- Gib die Dispersion zur Ölphase.
- Erhitze die Mischung unter Rühren 10 Minuten lang auf 75–80 °C.
- Gib die Wasserphase hinzu, vermische beide Phasen und homogenisiere die Mischung 2 Minuten lang bei höchster Geschwindigkeit.
- Rühre anschließend weitere 30 Minuten.
Dosierung und ungefähre LSF-Richtwerte
Als Orientierung für die Formulierung wird die Möglichkeit angegeben, Sonnenschutzmittel mit einem ungefähren Lichtschutzfaktor von bis zu 32 herzustellen. Die besten Texturen lassen sich mit einem Anteil von 25 % erzielen. Höhere Mengen erschweren das Auftragen und erfordern intensiveres Rühren.
Dosierung als Richtwert: 1,25 % ≈ LSF 1. Die ideale Einsatzkonzentration liegt bei bis zu 25 %, die Höchstmenge bei 40 %.
Die folgenden Zuordnungen dienen der Orientierung: Sie sind keine Prüfergebnisse für die jeweilige Rezeptur und garantieren nicht den Lichtschutzfaktor des fertigen Produkts.
| Anteil der UV-Filter-Dispersion | Ungefährer LSF-Richtwert |
|---|---|
| 20 % | ≈ LSF 16 |
| 25 % | ≈ LSF 20 |
| 30 % | ≈ LSF 24 |
| 40 % | ≈ LSF 32 |
Die Prozentangaben beziehen sich auf die gesamte Dispersion. Der tatsächliche Lichtschutzfaktor, der UVA-Schutz und die Wasserfestigkeit müssen durch geeignete Prüfungen an der fertigen Formulierung nachgewiesen werden.
Lässt sich der Lichtschutzfaktor aus dem Filteranteil berechnen?
Der Lichtschutzfaktor muss durch geeignete Prüfungen an der fertigen Formulierung bestimmt werden. Die Filtermenge ist nur einer von mehreren Einflussfaktoren. Ebenso wichtig sind die Verteilung der Filter, die Zusammensetzung der Emulsion und der Film, den sie auf der Haut bildet.
Auch der UVA-Schutz, die Angabe eines Breitbandschutzes und die Wasserfestigkeit benötigen einen gesonderten Nachweis. Weitere Informationen findest du in den Hinweisen der Europäischen Kommission zur Wirksamkeit und Prüfung von Sonnenschutzmitteln.
Was unterscheidet UVA- und UVB-Strahlung?
- UVA: erreicht tiefere Hautschichten und trägt zur lichtbedingten Hautalterung sowie zu langfristig entstehenden Hautschäden bei.
- UVB: wirkt vor allem auf die oberen Hautschichten und ist hauptsächlich für Sonnenbrand verantwortlich.
Beide Strahlungsarten können die Haut schädigen. Deshalb sollte ein Sonnenschutzmittel sowohl vor UVA- als auch vor UVB-Strahlung schützen und durch weitere Schutzmaßnahmen ergänzt werden.
Allgemeine Tipps zum Sonnenschutz
- Begrenze die Sonnenexposition während der Mittagsstunden und informiere dich über den UV-Index an deinem Aufenthaltsort.
- Verwende ein fertiges Sonnenschutzmittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, UVA- und UVB-Schutz sowie einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30.
- Trage entsprechend den Produkthinweisen eine ausreichende Menge auf. Creme alle 2 Stunden sowie nach dem Baden, Schwitzen oder Abtrocknen mit einem Handtuch nach.
- Achte besonders auf Gesicht, Hals, Dekolleté, Ohren, Hände und Fußrücken.
- Ergänze das Sonnenschutzmittel durch Schatten, hautbedeckende Kleidung, einen Hut und eine Sonnenbrille mit UV-Schutz.
- Setze Babys keiner direkten Sonne aus und schütze Kleinkinder besonders sorgfältig.
- Vermeide Solarien und nutze Sonnenschutzmittel nicht dazu, länger in der Sonne zu bleiben.
Übermäßige UV-Strahlung kann Sonnenbrand, vorzeitige Hautalterung und weitere Hautschäden verursachen. Beachte die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation zum Sonnenschutz.
Und vergiss nicht: Sonnenlicht hat auch positive Seiten
Tageslicht und Zeit im Freien gehören für viele Menschen zum täglichen Wohlbefinden. Dabei kannst du deine Haut schützen und eine übermäßige Belastung durch UV-Strahlung vermeiden.
- Vitamin-D-Bildung: UVB-Strahlung ermöglicht der Haut, Vitamin D zu bilden. Dieses trägt zum Erhalt der Knochen sowie zu einer normalen Muskel- und Immunfunktion bei. Das bedeutet jedoch nicht, dass du gezielt braun werden oder länger in der Sonne bleiben solltest. Die Weltgesundheitsorganisation erläutert den Zusammenhang zwischen UV-Strahlung und Vitamin D.
- Tageslicht und Stimmung: Veränderungen der Tageslichtdauer können die Stimmung beeinflussen. Aktivitäten im Freien können zum Wohlbefinden beitragen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie Depressionen vorbeugen oder behandeln.
- Regulation des Tag-Nacht-Rhythmus: Der Wechsel zwischen Licht und Dunkelheit hilft, unsere innere Uhr und den Schlaf-Wach-Rhythmus aufeinander abzustimmen. Dafür muss die Haut weder direkt der Sonne ausgesetzt noch gebräunt werden. Mehr über zirkadiane Rhythmen erfährst du beim National Institute of General Medical Sciences.
- Medizinischer Einsatz von Licht in der Dermatologie: Bei bestimmten Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und einigen Ekzemformen wird Phototherapie eingesetzt. Dabei kommen spezielle Geräte und kontrollierte Bestrahlungspläne unter medizinischer Aufsicht zum Einsatz. Eine solche Behandlung ist nicht mit eigenständigem Sonnenbaden gleichzusetzen. Weitere Informationen bietet der britische Gesundheitsdienst NHS zur UVB-Phototherapie.
Genieße deine Zeit im Freien mit dem passenden Schutz: Kombiniere Schatten, geeignete Kleidung und ein Sonnenschutzmittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, während du das Tageslicht genießt.
Kurzinfo